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Der Gauck-Coup

Am 30. Juni wird ein neuer Bundespräsident gewählt. Die Entscheidung zwischen Christian Wulff und Joachim Gauck scheint noch nicht ganz gefallen zu sein, obwohl CDU und FDP die Mehrheit haben. Aber ein paar Gewinner stehen jetzt schon fest: SPD und Grüne. Mit ihrer Nominierung von Joachim Gauck ist rot-grün ein Coup der Sonderklasse gelungen: Gewinnt Christian Wulff, so beweisen CDU und FDP, dass sie nicht im Interesse des Volkes handeln, denn die Mehrheit in den Umfragen sagt, dass sie Gauck haben möchte. Gewinnt Gauck mit den Stimmen von der FDP ist die Koalition in Berlin am Ende und Angela Merkel wohl Geschichte. Und das obwohl Gauck als Bundespräsident gar nicht im Interesse von SPD und Grünen sein kann.

Gauck ist alles andere als ein linker Kandidat und würde wahrscheinlich das Land eher spalten als vereinen. Bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte in seiner Behörde ging es in erster Linie gegen „Linke“. Zahlreiche echte aber eben auch zahlreiche falsche Stasi-Verdächtigungen ehemaliger und aktueller Politiker. Dort hat Gauck auch bewiesen, dass er auf den rechten Auge blind ist: Während z.B. der bürgerrechtler Stefan Heym vollkommen ungerechtfertigt in die Nähe der Stasi gerückt wurde, hat Gauck einen echten Mitläufer, nämlich Dieter Althaus (ehemanliger CDU-Ministerpräsident von Thüringen) niemals öffentlich kritisiert.

Auch von sozialer Politik hält Gauck relativ wenig. Freiheit ist sein oberstes Ziel und dies ist nicht mit Freiheit der Menschen verbunden, sondern mit Freiheit des Kapitals. Er ist Fan von Schröders Agenda2010 und geißelte die Hartz-IV-Montagsdemonstrationen in Leipzig. Gauck beklagt sich über eine „antikapitalistische Welle in Deutschland“ und da stellt sich eben berechtigt die Frage, ob Gauck wirklich in der Lage wäre, die Interessen aller Menschen zu vertreten…



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